[Rezension] Marissa Stapley - Das Glück an Regentagen



Autorin: Marissa Stapley
Verlag: Rowohlt Polaris
ISBN: 978-3-499-29170-8
Originaltitel: Thing´s to do when it´s raining
Preis: € 14,99 [D]
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 301
Meine Wertung: 2 Federn

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---------- Klappentext ----------

WENN GEHEIMNISSE EINE LIEBE ZERSTÖREN,
KANN DIE WAHRHEIT SIE WIEDER HEILEN?


Tausend Inseln unter einem Himmel voller Tropfen. Das ist Maes Heimat, ein kleiner Ort am St. Lorenz Strom. Hier in Alexandria Bay hat Mae nicht nur als Kind ihre Eltern verloren, sondern auch ihre erste große Liebe Gabe. Eines Tages war er einfach verschwunden. Und so ist auch sie gegangen.

Zehn Jahre später: Mae kehrt zurück nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer Großeltern, um sich von einer schlimmen Trennung zu erholen. Aber ihre Großeltern haben sich verändert. Geheimnisse werden gelüftet, die ein neues Licht auf Gabes Verschwinden werfen. Lässt sich die Vergangenheit zurückerobern, und damit die Chance auf das Glück?

---------- Erster Satz ----------


"Virginia hat den Regen von jeher geliebt."


------------ Inhalt -------------

Maes Beziehung mit Peter ist den Bach runter gegangen. Er hat sie und andere Leute hintergangen, Geld unterschlagen und wird von der Polizei gesucht. Als Mae es so gar nicht mehr in der Großstadt aushält, fährt sie zu ihren Großeltern nach Alexandria Bay. Ihre Großmutter ist daheim, der Großvater aber ausgezogen. Außerdem läuft ihr eine Gestalt über den Weg, die aussieht wie Gabe: Ihre große Liebe die einst spurlos verschwand...

--------- Meine Meinung ---------

Als erstens fiel mir das Cover ins Auge. Wunderschön, so dass ich den Klappentext lesen musste. Der klang jetzt zwar nicht allzu überraschend oder ausgefallen, aber ich gab dem Buch trotzdem eine Chance. Wegen dem Cover. :)

Es gibt viele, wirklich viele Geheimnisse in Alexandria Bay. Nicht wirklich alle werden offengelegt und auch Mae verschweigt einiges. Als sie wieder mit Gabe zusammen kommt, lügt sie ihm bezüglich Peter an. Was da war und warum die Polizei anruft. Das habe ich nicht verstanden und auch später waren ein paar Dinge, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Sie lieben sich so sehr, mussten ewig drauf warten endlich zusammen sein zu dürfen, aber sie schaffen es nicht, ehrlich zueinander zu sein. Vor allem nicht in der Anfangszeit. Sie kriegen am Ende zwar die Kurve - es ist ein sehr süßes Ende - aber trotzdem, so richtig nachvollziehen konnte ich manches einfach nicht.

Dann gibt es viele andere Geheimnisse. Maes Großeltern, Maes Eltern, dann Gabes Vater und seine Freundschaft zu Maes Mutter usw. Vieles verwirrt, manches kann ich auch da nicht nachvollziehen. Zum Beispiel warum Maes Großvater jetzt ausgerecht die Eltern seines Schwingersohnes aufsuchen muss. Das Buch hat nur 300 Seiten und überall sind Geheimnisse versteckt.

Was mich aber am meisten irritiert hat war die "Zehn" im Klappentext. Zehn Jahre sei es her seit Gabe gegangen war. Als sie in Erinnerung schwelgen, ging es in einer Szene um Kassetten. Zehn Jahre zurück, 2007, hat man da noch Kassetten gehört? Hm, vielleicht Nostalgiker aber Teenies zu der Zeit? Egal dachte ich mir, die Autorin hat sich bestimmt was dabei gedacht. Doch dann kam folgendes:

 Zitat, Seiten 161:
"... wie viele Jahre ist es her?", fragte sie.
"Siebzehn", antwortete er viel zu schnell." 

Siebezhn also! Nicht Zehn! Das erklärt auch die Kassetten. Im Jahre 2000 habe ich auch noch Walkman gehört. Das war echt blöd. Die ganze Zeit hatte ich einen 28jährigen vor mir, dabei war Gabe doch schon 35. Das ist es eine andere Zeit, mehr Erfahrung die man hinter sich hat usw. Das kreide ich der Autorin jetzt nicht an, aber da hat der Verlag echt Mist gebaut! Mehr wie die Hälfte vom Buch ist rum, und erst jetzt hat man das richtige aktuelle Alter.

Die Kapitelüberschriften bei dem Buch, bestehen aus Tipps die man an Regentagen machen kann. Einige davon sind zwar ganz nett, aber so richtig viel mit dem Buch zu tun hatten sie nicht. Außer das diese Liste von Maes Mutter stammt. Aber sonst sind die Tipps absolut irrelevant. Wenn sie in den jeweilige n Kapiteln irgendwie zur Sprache gekommen wären oder so, das wäre schön gewesen, aber so waren sie ziemlich überflüssig.

------------- Fazit -------------

Viele Geheimnisse, viel ungesagtes.
Ein wirklicher Liebesroman ist es nicht. Herzschmerz sucht man vergebens. Man schüttelt höchstens den Kopf darüber, was die Protagonisten jetzt schon wieder gemacht haben und warum sie nicht den Mund aufkriegen.

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Liebe Grüße,
Sabrina

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