[Rezension] Sue Brown - Nie passiert etwas



Autorin: Sue Brown
Verlag: Dreamspinner Press
ISBN:  978-1-63533-738-9
Originaltitel: Nothing Ever Happens
Preis: € 6,99 [D]
Einband: ebook
Seitenanzahl: 248

Meine Wertung: 2 Federn

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Klappentext

Andrews Leben ist ein Klischee: Er ist ein schwuler Mann, der wegen seiner religiösen, herrschsüchtigen Mutter in einer lieblosen Ehe gefangen ist. Dann zieht ein neues Paar in ihre Straße und Andrew erwischt sich dabei, wie er sich Hals über Kopf in Nathan verliebt. Nathan ist hetero, verheiratet und kurz davor, Vater zu werden, aber nach einer schicksalhaften Nacht in einem Club muss Nathan sich der Tatsache stellen, dass seine Gefühle für Andrew weit über die für einen Freund und Nachbarn hinausgehen.

Als Andrews Frau die Scheidung verlangt, wird das Leben beider Männer über den Haufen geworfen. Auseinandersetzungen über ihre Verantwortung ihren Frauen und Kindern gegenüber, Selbstzweifel und Zweifel aneinander und einige erschütternde Lügen reißen sie auseinander … Aber niemals verschwinden sie aus den Gedanken des anderen.

Erster Satz

"ANDREW BETRACHTETE das neue Paar mit zynischem Blick."


Inhalt

Andrew verliebt sich in den neuen Nachbarn Nathan. Sie werden Freunde und auf einem Campingwochenende kommen sie sich näher....

Meine Meinung

Das Buch war eine ziemlich schwere Kost. 

Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten gehabt, in die Geschichte reinzukommen. Das war alles so umständlich geschrieben bzw. ich hatte das Gefühl, mir fehlen Informationen. Die wurden dann nach und nach erwähnt, aber ich hätte das gerne vorher gewusst und nicht einfach so unwissend ins geschehen reingeworfen wurden. So ab 15% etwa ging das lesen flüssiger voran.

Allerdings wurde es dadurch nicht einfacher. Die Geschichte war auch schwere Kost. Das ganze Buch war so hoffnungslos. Wenn man dachte, jetzt haben sie es endlich gepackt, kam wieder was dazwischen.

Andrew ist schwul, aber seit zehn Jahren verheiratet. Er und seine Frau leben mehr oder weniger im eigenes Haus getrennt. Sie sind Freunde, ja, aber kein Liebespaar. Sie halten die Farce nur für seine Eltern aufrecht und er schafft es nicht, da auszubrechen. Bis seine Frau dann die Scheidung will, da sie ihren Freund heiraten möchte.

Seine Eltern, naja, ich hätte mit denen kein Kontakt mehr, das weiß ich. Die Mutter hat ihren Sohn vom Priester verprügeln lassen, weil er schwul ist. Sie wollte es ihm austreiben. Andrew hat immer noch die Narben von dem Ledergürtel und der Schnalle. Wie kann man sein Kind sowas antun? Und wie kann man dann immer noch Kontakt mit seinen Eltern haben? Und sogar heiraten, weil die es so wollen? Verstehe ich nicht.

Nathan ist eigentlich hetero, glücklich verheiratet und das erste Kind ist unterwegs. Bis sie umziehen und Nate Andrew kennen lernt. Seine Welt kommt ins Wanken, er verliebt sich in ihn. Allerdings hat er eine Frau und dann ein Kind. Und damit beginnt das ganze Theater...

Das hat sich alles ziemlich in die Länge gezogen. Während Andrew nach seiner Scheidung, sein Leben in die Hand nimmt, bleibt Nathan bei seiner Frau. Wegen den Kindern und wegen seinen Job, er ist Lehrer.

Spoiler: Und hätte nicht seine Frau irgendwann die Scheidung verlangt, wäre Nathan wahrscheinlich immer noch mit ihr verheiratet. Irgendwie war er nicht fähig, eine eigene Entscheidung zu treffen, so dass sie die Scheidung einreichen musste. Im Grunde genauso wie bei Andrew.
Man muss ihm aber zu Gute halten, das er sie immerhin einmal verlassen wollte, aber da täusche seine Frau eine Schwangerschaft vor und er blieb.

Und während man zu Anfang, eher von von Andrew etwas erfuhr, war er nach seiner Scheidung nicht mehr so präsent. Dann lag das Hauptaugenmerk auf Nathan und von Andrew erfuhr man nur nebenbei etwas. Fand ich nicht so schön.

Ich fand auch dieses ganze Nachbarschafsidylle komisch. Ich weiß nicht, diese gezwungen Parties, Gemecker wenn der Rasen nicht gemäht ist oder das Unkraut nicht gleich weggemacht wurde. Das wäre ja nichts für mich, da wäre ich schon längst wieder weggezogen.

Und der Titel ist einfach nur doof. Sorry.

Fazit

Ich mag die Geschichten von Sue Brown, aber diese Geschichet gefiel mir nicht. Sie hatte ihre Momente, daher dann doch noch zwei Federn, aber meine Geschichte ist sie nicht.


Zitat, 25%:
"Andrew sah auf und traf Nathans Blick. Nathan wurde rot, peinlich berührt, dass er dabei erwischt worden war, ihn so offen anzustarren, doch Andrew lächelte ihn nur schüchtern an. Nathan schluckte hart und lächelte dann zurück. Etwas hatte sich in diesem Bruchteil einer Sekunde verändert. Er war sich nur nicht sicher, was."

 Vielen lieben Dank an den Dreamspinner Press für das Rezensionsexemplar.

Liebe Grüße, Sabrina

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